
Im Zuge einer Umbaumaßnahme des in den 60er Jahren errichteten Wohngebäudes im Ostviertel Göttingens wurde der Bau eines Carports und einer neuen Terrasse, die wie ein Balkon aufgeständert ist, vorgesehen. Die Terrassenkonstruktion – aus Holz, Stahl und einer Betonmauerscheibe bestehend – machten eine neue Geländemodellierung des hinteren Gartenbereichs notwendig.
Gewünscht war eine klare Gliederung des Gartens durch Natursteinmaterialien und Pflanzen, dessen Thema die Höhenabstufungen des Geländes ist. Weitere Ziele waren u.a. die Möglichkeit, das Wohnhaus nahezu stufenlos umlaufen zu können, ein auch im Winter bestehender Sichtschutz zur Terrasse vor der Sauna.
Der Hauseingang wird vom Platz vor der Garage durch einen stufenlosen Weg aus Grauwacke-Pflaster erschlossen. Verläuft dieser Weg parallel zur Fassade, dienen quadratische Plätze als Gliederung und lassen den Weg in seiner Flucht verspringen. Der Haustür ist einer dieser Plätze vorgelagert, um die Eingangssituation großzügiger zu gestalten. Die Abgrenzung zur Straße hin wird durch mit Abständen gesetzte Zaunelemente und Bambus geschaffen.
Zwischen der neuen Terrasse, die sich als Holzdeck an der Südseite des Gebäudes bis hin zum Vorgartenbereich schiebt, und dem angrenzenden Grundstück löst sich der gepflasterte Weg in einen Kiesweg mit Trittsteinplatten auf und führt mit Gefälle in den hinteren Gartenbereich.
Der natürliche Geländeverlauf vor der entstehenden, über dem Gelände schwebenden Terrasse wird durch eine zweifache Terrassierung mit farbigem Sichtbeton-Mauern zum Leitbild des Gartens.
An der oberen Ebene sind duftende Gehölze und ein Wasserlauf von der Terrasse aus erlebbar. Die sich anschließende Terrassierung ist eine Ebene aus Steinmulch mit Polygonalplatten als Trittsteine und einzelnen Sträuchern.
Hier schließt sich als „Wasserebene“ der neue Schwimmteich mit einer Fläche von 50 m² an.
Durch eine Steinplatte als Brücke wird der zugehörige Regenerationsbereich optisch abgegrenzt. Während der Schwimmteich ohne jegliche Bepflanzung ausgestattet ist, dienen sogenannte Repositionspflanzen im Regenerationsbereich der Wasserreinigung.
Zusätzlich wurde für die Wasseraufbereitung im unteren Garten aufgrund des fehlenden Platzes ein Bodenfilter vorgesehen.
Die dem Schwimmteich vorgelagerte unterste Rasenflächen-Ebene schließt ein Pflanzstreifen in klarer geradliniger Form ab. Die bestehenden Gehölze werden teils ausgelichtet und teils ergänzt.
Als ganzjährigen Sichtschutz des Saunabereichs an der Nordseite des Grundstücks wird eine Bambuspflanzung dienen. Diesem ist eine mit einer Natursteinmauer gefasste Pflanzung aus Ziergehölzen, Rosen und Kräutern vorgelagert.